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FACE Primary School: Bildung erster Klasse für alle

FACE startet im kommenden Jahr auf seinem Bildungscampus eine Primary School – und das obwohl es bereits kostenlose Angebote für Primary Schools in Malawi gibt. Warum dieser Schritt dennoch sinnvoll und konsequent ist, erklärt FACE-Vorstandsvorsitzender Edgar Frey.

Was bringt FACE dazu, eine Primary School, also eine Grundschule, eröffnen zu wollen?

Die große Idee hinter dem FACE Bildungscampus zielt auf ganzheitliche Bildung von der Grundschule bis hin zur Universität ab. In den vergangenen Jahren konnten wir unser Bildungskonzept an der FACE Secondary School etablieren – und haben erstaunliche Ergebnisse erzielt. Was jedoch in jedem Jahr aufs Neue auffällt, ist die fehlende Vorbildung zu Beginn der Secondary School. Obwohl wir eine Bridging Class eingerichtet haben, um auf das Niveau einer weiterführenden Schule vorzubereiten, sehen wir viele Defizite, die auf eine mangelhafte Grundschulausbildung zurückzuführen sind.

Welche Ursachen gibt es dafür?

Die staatlichen Primary Schools sind oftmals völlig überfüllt. Klassengrößen von 100 bis 200 Kindern erschweren das Lernen und lassen nur Frontalunterricht zu. Trotz Schulpflicht für Grundschüler leidet die Bildungsqualität unter den widrigen Bedingungen immens.

Was will die FACE Primary School anders machen?

Unser Richtwert liegt bei 25 bis 30 Schülerinnen und Schülern pro Klasse, was auch unserem Lehrkonzept zugutekommt. Dies sieht vor, den Schülern zu bestmöglichen Lernerfahrungen zu verhelfen und die Eigenmotivation zu stärken. Das sollen die jungen Schüler ganz praktisch und spielerisch erleben. Unser Lehrkonzept nähert sich dem Modell der Montessori-Pädagogik an. Ein schülerzentrierter Lehrstil, von dem sowohl die lernstarken sowie -schwachen Schüler profitieren, ist uns sehr wichtig.

Welche Schülerinnen und Schüler werden aufgenommen?

Wir bleiben unserer Haltung treu, insbesondere die Kinder aufzunehmen, die der Zugang zu Bildung aus persönlichen Gründen sonst verwehrt bleiben würde. Bei der Auswahl der Schülerinnen und Schüler spielt daher die Bedürftigkeit eine wesentliche Rolle – aber nicht nur: Wir sehen großes Potenzial darin, auch gut situierte Kinder aufzunehmen und so unterschiedliche Gesellschaftsschichten zusammenzubringen.

Wann startet der erste Jahrgang?

Bevor wir im kommenden Sommer den ersten Jahrgang begrüßen, müssen noch wesentliche Vorkehrungen getroffen werden: Die Klassenräume befinden sich teilweise noch im Bau, Schülerinnen und Schüler müssen ausgewählt werden und

Wie wird die FACE Primary School finanziert?

Die Kosten verteilen sich auf drei Felder: Während der Bau zu einem großen Teil vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird, hoffen wir, dass laufende Lehrergehälter von der malawischen Regierung getragen werden. Dennoch sind die Ausgaben damit längst nicht gedeckt – schließlich fallen für den Lehrbetrieb weitere Kosten an. Hier sind wir notwendigerweise auf Spenden angewiesen.

Welche Bedeutung hat die FACE Primary School für den FACE Bildungscampus?

Die FACE Primary School eröffnet völlig neue Chancen: Wir haben nun die Möglichkeit die achtjährige Grundschulausbildung entscheidend mitzugestalten und Kinder individuell zu fördern und zu prägen. Wir legen damit die Fundament für viele weitere Bildungswege – und noch mehr Erfolgsgeschichten.

Hier geht’s zum Spendenprojekt: FACE Primary School